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Macabre - Carnival of Killers

7 Jahre sind vergangen – nun wird endlich wieder drauf loszersägt! Die Murder Metal Urgesteine von Macabre sind nach Grim Scary Tales mit "Carnival of Killers" wieder aus der Versenkung empor gekrochen. Es kann ja nicht alles schlecht sein dieses Jahr...

Pünktlich am novembrigen Freitag den 13. warfen die drei Hackebeil-Schwinger ihr nun sechstes Album auf den Markt, oder besser den Rummel, und liefern damit alles, was man erwartet: Kompromisslosen und schwungvollen Death Metal.

Vorab veröffentlichten sie mit ihrem Musikvideo zu "Lake of Fire" den letzten Vorgeschmack auf ihr Machwerk, von dem ich mir insgesamt mehr erhoffte, als den Ausblick, der von eben diesem Video ausging. Und meine Hoffnung wurde belohnt!

Zwar merkt man doch recht deutlich, dass die 35 Jahre musikalischer Erfahrung des in gewohnter Besetzung noch immer zusammen spielenden Trios ihre Spuren hinterlassen haben, aber an mörderischen Charme hat Carnival of Killers nichts eingebüßt. So könnten Songs wie "Joe Ball was his Name" oder "It´s Time to pay" genauso gut auf der Sinister Slaugter erschienen sein. Andere Songs z.B. "Tea Cakes" oder "Corpse Violator" gehen leider etwas unter, da die musikalische Bandbreite auf dem aktuellen Serienkiller-Album eingeengter ist als sonst. Dennoch sind auch die nicht gerade hervorstechenden Parts ihres Langspielers typische, makabre Death Metal Stücke. Nicht mehr und nicht weniger.

Darüber hinaus trumpfen sie jedoch gewohnt mit Songs auf, bei denen man ob ihres kruden Humors zwangsläufig schmunzeln muss. Ich denke dabei an den bluesigen "Them dry Bones", bei dem sie in Anlehnung an Dr. Holmes eine Bastelanleitung für menschliche Skelette vertonen.

Dr. Holmes ist übrigens nicht der einzige Mörder, den sie auf Carnival of Killers erneut besangen, weswegen ich beim Hören teilweise zum Vergleichen geneigt war. Deshalb ging "Richard Speck grew big Breasts" bei mir etwas unter, da ich "What the heck Richard Speck?: Eight Nurses you wrecked" (Sinister Slaughter) wesentlich besser finde. Auf der anderen Seite haben Macabre mit ihrer neuen Hommage an Ted Bundy, "The Wheels on the Bug" (ja, so ähnlich wie das Kinderlied), einen absoluten Ohrwurm geschaffen, den ich tatsächlich noch besser finde als vergangene Songs über Bundy. Auch Fritz Haarmann hat mit "Warte Warte" mal wieder ein Lied abbekommen, was wie "Fritz Haarmann der Metzger" (Murder Metal) auf Deutsch "gesungen" wird. Auch wenn der Witz dahinter nicht neu ist, ist das schwungvolle Geträller wirklich mitreißend. (Außerdem sind des Deutschen nicht mächtige Amis, die "Sülze" und "Würste" auszusprechen versuchen, ziemlich amüsant).

Fazit: Macabre haben ein echt gutes, stilistisch für sie typisches Album herausgebracht, auf dem das geistesgestörte Gekeife leider mehr und mehr dem "Clean Gesang" weicht, aber dennoch zum Schunkeln animiert. Ich bin einfach froh, mal wieder was von Ihnen zu hören und auch wenn Carnival of Killers nicht ihr stärkstes Werk sein dürfte, so enthält es doch großartige Songs (für mich vor allem "Joe Ball was his Name" und "The Wheels on the Bug"), die noch eine ganze Weile nachhallen dürften und bereits in meine Playlist gewandert sind.

7/10

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