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HELLSONGS

 

Die Schweden sind sie nun schon seit 2004 unterwegs und Covern sich quer durch die Musiklandschaft, bevorzugt im Metalbereich. Nun ist ihr neues Album auf dem Markt "These Are Evil Times". Hierzu haben wir es uns nicht nehmen lassen, Kalle Karlsson (Gitarre) mal zu befragen. Wer die drei sympatischen Schweden gerne einmal live erleben möchte, dem möchten wir an dieser Stelle einen Blick in den Veranstaltungskalender empfehlen. Hier sind die Daten der aktuellen Tour zu finden.

 

MHF: Danke für deine Zeit und Mühe!


KALLE: Kein Problem!


MHF: Wie seid ihr auf die Idee gekommen HELLSONGS zu gründen?


KALLE: Ich stolperte damals über eine Version von „Number Of The Beast“, von Zwan. Auch wenn ich das Original schon tausende Male gehört hatte, war mir nie bewusst, wie großartig der Text war. Daraufhin bemerkte ich, wie viele meiner Lieblings Metal Songs die gleiche Aufmerksamkeit verdienten. Die Idee war es, die Texte in den Fokus zu rücken. Ich hatte schon immer das Gefühl, dass diese eher im Hintergrund stehen. Die Texte können -und oft sind sie es- großartiger sein als in jedem anderen Genre.


MHF: Die Idee war es also die Texte in den Fokus zu setzen?


KALLE: Genau! Die Texte werden, wie ich schon sagte, immer etwas übersehen. Meiner Meinung nach.


MHF: Der Hauptteil eurer Songs sind “klassische” Songs von älteren Bands. Was ist mit den Jüngeren?


KALLE: Ich bin mir nicht sicher was du meinst mit “Jüngere“. Die Songs die wir aussuchen sind meist die, mit denen wir auch eine persönliche Verbindung haben. Ich persönlich habe das Interesse an der Metal Szene verloren, beziehungsweise den Kontakt zu ihr. Ich folge meinen alten Helden, schaue was sie neues machen und gemacht haben, mehr aber auch nicht.


MHF: Das ist es was ich meine. Ihr spielt lediglich Sachen aus eurer Jugend, zu denen ihr persönlichen Bezug habt. Wenn Du sagst, Du hast das Interesse an der Metal Szene verloren, meinst Du damit die Szene als solche und neuere Veröffentlichungen oder aber an der Musik überhaupt?


KALLE: Ich bin nicht länger daran interessiert, neuere Veröffentlichungen für mich zu entdecken. Die alten Dinosaurier haben wirklich großartige Sachen in ihrer Vergangenheit gemacht, nun versuchen sie einfach nur, ihre eigenen majestätischen Monster zu bezwingen. Ich glaube ich werde alt! Zeitgleich, wenn auch immer irgendwas Neues veröffentlicht wird, was sich neu und interessant anfühlt, egal welchen Genres, bin ich ganz Ohr. Was die Metal Szene betrifft, würde ich sagen, dass Kvelertak einer der frischesten Acts sind. Sie singen auf Norwegisch und kombinieren AC/DC Riffs mit ultra brutalen Vocal Parts. Was die alten Helden betrifft, bin ich sehr gespannt auf die neue Carcass, hatte aber bis jetzt noch nicht die Zeit mich mit ihr auseinander zu setzen. Ich glaub, dass mach ich gleich nachher.


MHF: Wie sieht’s aus, mit den extremeren Richtungen des Metal, Death Metal zum Beispiel?


KALLE: Ich war ziemlich tief in der Materie, in den Neunzigern und liebte die Sachen von Entombed, At The Gates, Carcass, Morbid Angel, Death, Sepultura und so weiter. Ich denke Du wirst sehr zufrieden sein mit der Songauswahl, bei unserem neuen Album. Wenn Du Death Metal magst, dann ist es was für dich.


MHF: Damals zur guten alten Zeit waren die Metal Fans so was wie ein Spezialeinsatzkommando. Heutzutage will jeder ein Rocker sein oder bezeichnet sich als Metalfan, denn der Metal wird oft kommerzialisiert. Was denkst Du über die Metal Szene als solche?


KALLE: In gewisser Weise stimmt das. Jedoch, einige der Bands die ich mit 15 hörte, waren damals ebenso Mainstream. Verallgemeinerungen sind oft schwierig, wenn es um Metalfans geht die zu unseren Konzerten kommen. Oft sind sie dann richtige Sweethearts, wenn sie dann lächeln und sich wie zu Hause fühlen. Das Genre als solches ist sehr Geschlechtsspezifisch. Es wäre schön, mehr von weiblichen Musikerinnen zu hören und sie auf den Bühnen zu sehen. Ich bin verdammt sicher, es gibt genug von ihnen und das sie großartige Musik machen!


MHF: Was sind deine persönlichen musikalischen Vorlieben?


KALLE: Heutzutage höre ich alles Querbeet. Alles was interessant ist, ob nun ein guter oder schlechter Song. Hauptsächlich Pop, Rock, Metal interessiert mich immer noch sehr, aber manchmal auch etwas Jazz, Soul und auch Hip Hop.


MHF: Nach einer krankheitsbedingten Pause seid ihr als Band wieder auf den Plan getreten. Ihr hättet sicher in anderen Projekten oder Bands weitermachen können, als Musiker. Warum also wieder HELLSONGS?


KALLE: Wir hatten sehr viel Spaß, bei den Aufnahmen von “Stand Up & Shout”. Ich und My hatten eine wunderbare Zeit und da gab es eigentlich keine Gedanken daran, etwas anderes zu machen. Nach einiger Zeit bekamen wir dann auch immer mehr Nachfragen, es wurden mehr und mehr. Wir spielten eine Show in Göteborg, einfach nur um es auszuprobieren und es war wieder mal ein riesiger Spaß. Und das ist es was es sein sollte!


MHF: Anfragen von den Fans? Es war also eine Entscheidung im Namen der Fans und der Band, als solche und nicht etwa eine Entscheidung des Labels?


KALLE: Das Label hatte damit nichts zu tun, außer, dass sie uns sehr unterstützt haben und das ist etwas, wofür ich sie sehr schätze!


MHF: Wer entscheidet bei euch, welche Songs ihr nutzt und welche nicht? Die Frage stellt sich mir, weil ich eure Version von „Run To The Hills“ liebe, eure „Eagle Fly Free“ Version jedoch für sehr schwach halte. Oder hängt es etwa doch sehr von den Vorlagen ab?


KALLE: Ich muss sagen, dass ich „Run To The Hills“ auch bevorzuge, jedoch ist es wie eine Partie Dart. Manchmal triffst Du das Bulls-Eye, manchmal bist Du zufrieden mit ner 6. „Eagle Fly Free“ haben wir auf Anfrage von Helloween selber gemacht, für ein spezielles Jubiläums Album, und ich denke wir hatten unseren Spaß. Ehrlich gesagt hätte ich diesen Song nicht genommen. Viel lieber hätten wir „I Want Out“ gemacht, doch der war schon an eine andere Band vergeben. Es gibt jedoch auch Parts in dem Song, mit denen ich sehr zufrieden bin.


MHF: Da gebe ich dir Recht, der Song ist nicht schlecht aber auch kein Bulls-Eye. Wie läuft es ab auf einer HELLSONGS Tour? Seid ihr da die Rock n Roller oder eher die, mit einem Augenzwinkern betrachtet, Musik liebenden Weicheier?


KALLE: Es ist toll, wir haben auf Tour immer eine schöne Atmosphäre, die ganze Zeit. Wir teilen viele Interessen miteinander. Wir alle haben zu Hause Familie und bei uns fühlt es sich ebenso an. Das macht es für uns einfach. Wir sind immer gespannt, auf die Orte in die wir kommen. Außerdem sind wir sehr leicht zufrieden zu stellen.


MHF: Welche Aktivitäten können wir in Zukunft noch von euch erwarten?


KALLE: Im Moment befinden wir uns auf der Tour zu unserer neuen Scheibe „These Are Evil Times…“. Die Tour wird noch bis November gehen und uns auch nach Deutschland führen. Danach machen wir bis Ende des Jahres eine Pause. Nächstes Jahr werdet ihr uns öfter sehen und auch in anderen Ländern. Norwegen, Schweiz, Holland und Italien haben an unsere Tür geklopft. Zu guter Letzt wird es auch in Schweden einige Termine geben.

 

Mehr Infos zu HELLSONGS, findet ihr hier:

www.hellsongs.com

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