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Deserted Fear

Deserted Fear, Carnation und Hierophant 18.03.2019  

Man nehme einen gemütlich-kleinen Club, die Lust auf’s Kopfschütteln und ein grandioses Death Metal Billing, werfe alles in einen Topf und rühre um. Als Ergebnis kommt ein unvergesslicher Abend heraus, wie ich ihn am 18. März 2019 im Klex in Greifswald erleben durfte. Trotz des Montages als Veranstaltungstermin traute sich eine Meute von Fans der härteren Klänge aus dem Haus, um ein Konzert der Extraklasse zu besuchen.

Den Anfang machten die Italiener von Hierophant. Nach ihrem recht langen Intro knallte es in einer Tour aus den Boxen und zwar so lange, bis sie die Bühne wieder verließen. Sie spielten eine gute Mischung aus ihren „totalen Getrümmer“-Tracks und  ihren schleppenderen Stücken wie „Sentenced to Death“. Zwischen den Songs wurde bei düsterer Hintergrundmusik hier und da etwas ins Publikum gerufen, bevor einem der nächste Brecher entgegenkrachte. Was für ein gelungener Auftakt!

Im Anschluss betrat Carnation aus Belgien die Bühne. Carnation haben mich persönlich enorm mit ihrer „Cemetary of the Insane “ – EP begeistert und auch ihr aktuelles Album „Chapel of Abhorrence“, was ebenfalls der Name ihrer aktuellen Tour ist, fegte mich von den Sitzmöbeln. Daher freute ich mich ganz besonders auf ihren Auftritt und ich wurde keinesfalls enttäuscht. Auch die restliche Besucherschaft kam immer mehr aus sich heraus – die Zahl der Headbangenden nahm stetig zu. Gen Ende des Konzertes spielten sie den namensgebenden Song ihrer Tour und krempelten alles einmal auf links und wieder zurück. Ich freue mich auf die nächste Begegnung!

Zum Schluss gingen die sympathischen Thüringer von Deserted Fear ans Werk und man könnte durchaus annehmen, dass man von einer Band, die man bereits drei Mal gesehen hat, nur noch schwer überrascht werden kann. Dem ist nicht so. Deserted Fear haben mir wieder einmal bewiesen, warum ich sie für die beste Death Metal Band Deutschlands halte, fast alle Anwesenden zum Moshen bewegt und mit älteren wie neuen Stücken Schneisen der Begeisterung in die Zuhörerschaft geschlagen. An dieser Stelle ein dickes Chapeau an den Tontechniker, der einen derart großartigen Sound zustande gebracht hat. Zwischendurch wurde nett mit den Leuten vor der Bühne geschnackt, bis es dann nach ausschweifenden Ansagen wie „So, wie spielen dann mal ,The Final Chapter‘“ wieder eine musikalische Wucht auf die Lauscher gab. Zum Abschied durfte natürlich das Death Metal Meisterwerk „Bury your Dead“ nicht fehlen, bevor die vom Publikum lauthals geforderte Zugabe gespielt und man selbst verschwitzt sowie nackenverschmerzt zurückblieb. 

Übrigens dauert die gemeinsame Tour der drei todes-metallischen Bands noch immer an. Wer also die Möglichkeit hat, eines der auf dem Plan stehenden Konzerte zu besuchen, dem sei es hiermit dringend ans Herz gelegt. Für mich war es ein absolutes Highlight.

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