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Kai Hansen - XXX-Three Decades In Metal

 

 

Kai Hansen, seit Jahren bin ich Fan seiner Arbeit. Seiner Arbeit, damals bei Helloween oder auch die bei Gamma Ray. Auch die jüngsten musikalischen Ergüsse sagten mir zu, als da wären Unisonic. Nicht immer bin ich mit dem zu hundert Prozent einverstanden, was der Mann da bietet aber ich bin immer zu hundert Prozent von seiner Performance überzeugt. Live macht der Typ einfach Spaß! Man spürt die Freude, die es ihm bereitet die Songs zu spielen und auf der Bühne zu stehen. Nun gut, genug zu Kai Hansen als Person, kommen wir zu Hansen als „Band“. Das Album „XXX-Three Decades In Metal” besticht erstmal durch ein sehr an Helloween angelehntes Logo und könnte schon hier aufs Glatteis führen. Dieses Logo und die Teilnahme von Kai an dieser Scheibe, ist für viele sicher ein Zeichen für Musik a la Helloween. Weit gefehlt sage ich da! Klar, gibt es dann und wann mal akustische Parallelen, doch ist die Scheibe etwas völlig anderes. Das Songwriting haben im Großen und Ganzen Alex Dietz (Heaven Shall Burn) und Eike Freese (Dark Age) verrichtet, Kai Hansen hat dann sozusagen noch seine persönliche Note draufgedrückt und fertig war das Album. Tja, das Album als dieses ist dann leider ziemlich enttäuschend geworden. Es gibt Hits, die können sich wirklich hören lassen. „Born Free“, „Enemies Of Fun“, „Fire And Ice“ und der, wie ich finde, stärkste von allen „Contract Song“ sind die Lieder auf denen das Album aufbaut. Der Rest sind nur Lückenfüller, die keine großartige Aussagekraft haben. Viel zu oft sind die Stücke künstlich in die Länge gezogen. Warum auch unbedingt der Carcass Schlagzeuger an diesem Album mitwirken musste, ist mir auch ein Rätsel. Jeder Hinterhof Drummer hätte das ganze genauso uninspiriert eintrommeln können wie er. Da kann selbst Angelo Sasso organischer spielen! Wirklich interessant ist bei diesem Unterfangen die Gästeliste. Namenhafte Künstler wie Dee Snider, Michael Kiske, Ralf Scheepers, Piet Sielck, Tobias Sammet, Clémentine Delauney, Markus Bischoff, Hansi Kürsch und viele mehr… Gerade Dee Snider und Clémentine Delauny machen einen super Job. Delauny hat auf dem Wacken Open Air eher ins Klo gegriffen mit ihrer Performance, auf CD jedoch ist sie klasse! Warum Hansi Kürsch dabei ist wundert mich, den hätte man auch weglassen können. Seine kleine Passage bei „Follow The Sun“ hätte man sich auch klemmen können. Das wäre dann ein Name weniger gewesen aber dafür hätten sie mal Dee Snider noch n Song machen lassen sollen. Zusammengenommen ist “XXX-Three Decades In Metal” n gutes Rockalbum, mehr nicht. Hiervon würde ich auch nur die schon oben erwähnten Songs weiterempfehlen, soviel ist mal klar.

 

6/10

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